Bericht von der Spectrumania 2015!

Im August 2015 sind wir wieder nach Lutherstadt Wittenberg gefahren, um uns auf der Spectrumania unserem 8-Bit Hobby zu widmen.

Natürlich waren wieder viele interessante Geräte und Projekte zu sehen, aber auch der Austausch, basteln und ein gemeinsames Abendessen im Wittenberger “Lausbub / Hexenwerk” waren uns wichtig.

 

Wittenberg 28. -29.08.2015
ZX 81, ZX Spectrum, SAM Coupe und weitere 8-Bit Homecomputer

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Wir schreiben das Jahr 2015. Am letzten Wochenende im August sind wir wieder nach Wittenberg gefahren, um mit anderen 8-Bit Freunden unserem Hobby zu frönen.

Insgesamt waren wir ca 25 Leute,  die sich zum basteln,  spielen, programmieren, löten und zum Austausch trafen.

Zu dem Treffen mit dem Titel Spectrumania kommen seit mehreren Jahren Freunde von 8-Bit Homecomputern, insbesondere dem ZX Spectrum, aber auch dem ZX81, dem SAM Coupe und dem Joyce. Wir hatten diesmal zwei Räume in der  Volkshochschule Wittenberg zur Verfügung, zusätzlich war im Flur ein Tisch für die Verpflegung aufgebaut. Einige Teilnehmer berichten nachfolgend über ihre Eindrücke vom Treffen.


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Thomas Eberle, Inhaber von www.sintech-shop.de (Unter anderem Sinclair Rechner und Zubehör)

Wieder mal habe ich mehr mit nach Hause gebracht als ich vorher hatte. Vor allem auch Spectrum Zeitschriften gratis auszulegen war ein gemeiner Trick. Der Kofferraum ging trotz Kombi kaum mehr zu. Ich habe mich gefreut, das Ingo mir wieder mein MB02 geben konnte. So hatte ich endlich wieder ein Setup, auch wenn er meinen Spectrum nochmal durchleuchten muss. Mike hat mir bei einem Spiel geholfen, das ich seit Jahrzehnten nicht lösen kann. Da ich der slowakischen Sprache nicht mächtig bin, waren seine Tipps hilfreich, lösen konnten wir „Twilight“ trotzdem noch nicht.

Das Turnier in „ZX Striker“ wurde mit überraschend viel Begeisterung aufgenommen. Wir werden auch weiterhin Turniere durchführen!

Das Fussballspiel mit 16 Mitspielern, bei denen alle Spieler gegeneinander antreten mussten, endete nach gut 1 Stunde Spielzeit mit einem ungeplanten Spectrum-Absturz. Der Spectrum wurde daraufhin ausgewechselt, das Spiel konnte aber nicht mit demselben Spielstand wiederhergestellt werden und endete damit nach 49 von 225 Partien mit dem Spieg von Dieter Hucke, der 3 seiner 4 Spiele gewinnen konnte. Luzie und Heinz hatten allerdings nur 3 Spiele und hätten noch ausgleichen können, wenn sie noch drangekommen wären. Torschützenkönigin wurde Astrid, die ihre Treffer allerdings in erster Linie in der Partie gegen Ihren Mann erzielte (es ist aber völlig abwegig das Roelof mit Absicht verloren hat, beide waren verbissen dabei).

Anmerkung der Redaktion:
auf dem Wittenberger Treffen wurde ein Turnier angeboten, bei dem das ZX-Spectrum Spiel “ZX-Striker” zum Einsatz kam, Freistösse auf den gegnerischen Torwart!

Das Spiel ZX-Striker kann hier für Emulatoren geladen werden.

Der Sonntag war etwas ruhiger, aber sehr gut, um einige Projekte zu Ende zu führen. Marco führte Interviews und das Ergebnis wird auf Youtube veröffentlicht.

Insgesamt auf jeden Fall eine rundum gelungende Veranstaltung, die aber leider gefühlt zu schnell vorbei war. Die Zeit verging wie im Flug.


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Bild oben: Ein typischer “Arbeitsplatz” auf dem Treffen. Originelle, historische, provisorische und neuwertige Computer, Interfaces, Bildschirme und Erweiterungen waren zu sehen. Neben programmieren und basteln waren auch einige Spiele beliebt. Oben im Bild sind links das Flipperspiel Sagittarian und rechts Antares 2, eine Weltraumsimulation, bei der Krypton gewonnen und gehandelt wird.
Antares 2 kann hier für Emulatoren geladen werden.


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Dieter Hucke, Fan von ZX Spectrum und SAM Coupe. Gründer der Datenbank für 8Bit Rechner,  www.8bit-wiki.de

Für mich ist das Wittenberger Treffen im Lauf der Jahre zu einem bedeutenden Event geworden. Wir waren etwa 25 Leute, und hatten wieder die Volkshochschule Wittenberg für die Spectrumania gewinnen können. Zwei grosse Räume standen zur Verfügung, die schnell mit verschiedenen Homecomputern, Monitoren und unzähligen Bauteilen  gefüllt waren.

Ich hatte mir in den Tagen zuvor einige Arbeiten vorgenommen, mein SAM Coupe sollte endlich einen Sockel für den Soundchip SAA1099 bekommen, und mein Harlequin (ZX Spectrum 48K im Selbstbau) sollte eine einfache Lautstärkeregelung für den eingebauten Lautsprecher bekommen. Zwischendurch gab es ein Fussballturnier (siehe weiter oben, Bericht von Thomas), Interviews und natürlich sehr viele Gespräche, man konnte anderen über die Schulter schauen und deren Projekte kennenlernen.

So konnte ich endlich herausfinden, wie das DIV-IDE, ein Interface für Massenspeicher für den ZX Spectrum, mit ESX-Dos zusammenarbeitet, und sogar eine Beta128 Emulation für TRD Dateien bietet.

(Mir ist bewusst, daß jemand, der das DIV-IDE nicht kennt, überhaupt keine Idee hat, wovon ich hier rede. Aber diejenigen, die es haben, werden jetzt lächeln… stimmts, Leute??)


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Bild oben: Da wir unsere kostbare Zeit tagsüber nicht mit einem langen Mitagessen zubringen wollten, gab es Brötchen mit Wurst, Käse oder Marmeladen, Kaffee, verschiedene Getränke und Snacks zum Selbstkostenpreis. Am Abend sind wir dann zusammen in ein Restaurant gegangen, in dem die meisten auch übernachtet haben.


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Ingo Truppel, Fan von ZX Spectrum, MB02+ und Harlequin (ZX Spectrum im Eigenbau), Amateurfunker  DL5IT

Nach einem teilweise arbeitsreichen Wochenende in Wittenberg sind wir nun wieder zuhause eingetroffen. Ein herzliches Dankeschön geht erstmal an Norbert, der das Treffen in bewährter Manier perfekt organisiert hat. Alles hat geklappt, Räume, Essen, Barbeque in lauer Sommernacht. Das Treffen war gut besucht (3 Nationen). Neben professioneller Videoaufzeichnung durch Marco gab es ein Fußballturnier am Spectrum und reichlich Gespräche und Basteleien.
Und für mich selbst? Ich habe in Wittenberg mehrere Speccies repariert, ein MB02+ modernisiert, diverse kleinere Lötarbeiten ausgeführt und bin so selbst kaum zum Daddeln gekommen – hat aber viel Spaß gemacht.

Zu den Arbeiten am MB02+ gibt es demnächst einen ausführlichen Bericht fürs Magazin.

Leider war es wie immer viel zu schnell vorbei. Wir freuen uns schon auf’s nächste Treffen.


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Bild oben: Das ist das besondere an unseren Treffen! Die Homecomputer der 8-Bit Ära haben den Vorteil, daß man sie noch bis zum letzten Widerstand, bis zur höchsten RAM-Zelle verstehen kann. Eigene Erweiterungen bauen, Programme selbst entwickeln und zum laufen bringen, defekte Rechner selbst reparieren und einfach mal nostalgische Spiele mit dem typischen Sound der 80er Jahre spielen, ohne dazu das Gequassel der Showgäste in “ I like the eighties ” erdulden zu müssen… herrlich


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Bernhard Lutz, kam mit dem Zug nach Wittenberg und war trotzdem pünktlich 🙂 :

(Der Begriff Toastrack bezeichnet den Spectrum 128K, der rechts einen Rippenkühlkörper hat, dieser erinnert an einen Toaster)

Nachdem ich es ganz kurzfristig doch noch geschafft habe, wenigstens den Samstag nach Wittenberg kommen zu können, hatte ich auch einiges an „Arbeit“ mitgebracht. Vieles davon konnte ich klären, trotzdem ich nur von Samstagfrüh 8.30 Uhr bis kurz nach 17 Uhr auf dem Treffen sein konnte.

So hat mir Scotti meine wackeligen Löt-Untaten in meinem Spectrum 128k Toastrack wieder gerade gebogen, so daß nun die kleine Erweiterungsschaltung „Stereo-Kit für 128k“ von Ben Versteeg (Bytedelight.com) endlich fehlerfrei eingebaut ist.

Weiterhin hat er mein FREL ComCon Joystick Interface an seinem Toastrack getestet und siehe da, dort ging es, im Gegensatz zum Versuch an meinem Toastrack. Mit der Empfehlung es zu Hause an einem grauen +2 zu versuchen fuhr ich nach Hause (dort ging das Interface auch !)

Die von Thomas Eberle initiierte Spielrunde fand ich wirklich genial. Leider ist uns da ja ein Computer-Absturz dazwischen gekommen, so daß wir das nicht zu Ende spielen konnten. Aber sicher auch eine Idee für die nächsten Treffen.  Von Thomas konnte ich noch zwei Satz Tastaturaufkleber erstehen, dass freute mich ebenfalls.

Die gegeneinander Backgammon spielenden Spectrums waren natürlich auch ein Highlight. Inklusive einer ausführlichen Erklärung durch Heinz echt klasse.

Und ich durfte verschiedene Bauformen / Einfälle für Gehäuse für die kleinen TFT-Bildschirme von POLLIN bestaunen.

Michael W. hatte schließlich noch ein „Retroleum SMART card for ZX Spectrum “ Interface dabei, wir hatten einiges zu tun, bis wir die vorhandene 32 GB SD-Card auf 2 GB formatiert hatten, damit das Interface auch korrekt darauf zugreifen konnte.

Eine weitere Stunde ging mit Anpassungsversuchen für den PROMETHEUS Assembler 48 TRDOS-Version drauf, um dieses auf dem Gamma-Disk-Interface von Klaus-Peter zum Laufen zu bringen, aber das war nicht von Erfolg gekrönt. Wie ich später erfuhr, ist das auch nur für TRDOS v5 / Beta 128 und bedarf wohl einiges mehr an Anpassung…

Für meinen mitgereisten ZX Evo (aka Penteveo) blieb kaum Zeit, dieser wurde hauptsächlich für das Schreiben von Betadisketten / TRD-Image-Files benutzt.

Zum Treffen wollte ich auch noch einen Scanlines-Generator mitbringen, aber der kam just einen Tag zu spät mit der Post bei mir zuhause an. Den Bericht und Bilder dazu werde ich also übers Forum nachliefern müssen.

Mein herzlicher Dank geht an Norbert für die Ausrichtung und Organisation des Treffens !


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Norbert Opitz, Veranstalter der Spectrumania in Lutherstadt-Wittenberg.

Nun ist die Spectrumania 2015 vom 29. – 30. August auch wieder Geschichte !
Mit den schon am Freitag (9 Personen mit mir) angereisten Teilnehmern war ich in einer Gaststätte in der Wittenberger Altstadt zu einem gemeinsamen Abendessen.
So waren wir für den Start der Spectrumania gestärkt und ausgeschlafen am Samstag 8.30 Uhr bereit.
Bis zum Samstagmittag waren dann alle angereist, insgesamt 22 Teilnehmer und 5 mitgereiste Ehefrauen.
Die Frauen haben die Wittenberger Altstadt und eine Ausstellung über Lucas Cranach dem Jüngeren, einem Zeitgenossen von Martin Luther, besucht. Erstmalig waren Dieter Krumbiegel und Paul  Velins zu Gast.

Obwohl wir diesmal zwei Räume zur Verfügung hatten, waren alle Tische für die Aktivitäten mit den Speccies belegt, und es wurden überall Themen und Programme diskutiert und getestet. Das von mir organisierte kalte Buffet wurde dankend und umfangreich angenommen.
Am Samstag ab 20.00 Uhr waren wir wieder im „Hexenwerk“ zu einem Grillessen mit anschließendem gemütlichen Zusammensein bei angeregter Unterhaltung versammelt.
Ab Sonntagmittag wurden dann nach und nach die Speccies  für die meist längere Heimreise eingepackt.
Etwa 16.00 Uhr hatten sich so die Räume geleert, und auch meine Sachen wurden zu mir nach Hause gebracht.
Na dann bis zu einem nächsten Treffen


Danke an Norbert Opitz
für die Organisation dieses Treffens!

Dieter Hucke, August 2015